Alkoholfreie Getränke

Dickmacher und ungesunde Stoffe in nichtalkoholischen Getränken

Traubensaft - Cindy Maréchal
Traubensaft - Cindy Maréchal
Nicht nur alkoholische sondern auch alkoholfreie Getränke können gesundheitliche Nachteile haben. Oft sind in ihnen Zucker und verschiedene Zusatzstoffe versteckt.

Nichtalkoholische Getränke sollen in erster Linie dazu dienen, den Flüssigkeitsbedarf des Menschen zu decken und wenn möglich sogar Energie- und Mineralstoffverluste nach körperlicher Anstrengung wieder auszugleichen. Viele alkoholfreie Getränke liefern zwar jede Menge Energie, jedoch keine Nährstoffe. Damit sind die in ihnen enthaltenen Kalorien wertlos.

Versteckter Zucker

Dass ein Glas Cola (21g) sowie jeweils ein Glas Fruchtsaftgetränk oder Limonade (11g) Zucker enthalten, ist allgemein bekannt. Doch sogar isotonische Getränke, welche den Flüssigkeits- und Energieverlust nach körperlicher Anstrengung ersetzen sollen, weisen einen Zuckergehalt von etwa 15 g pro Glas auf. Im Mund wird der Zucker von Bakterien aufgespalten. Es entstehen Säuren, die den Zahnschmelz angreifen.Der Zucker und die damit verbundenen Kalorien verursachen demnach Zahnerkrankungen und Gewichtsprobleme, welche wiederum der Ausgangspunkt für viele weitere Erkrankungen sind.

Süßstoffe als Zuckerersatz in Light-Getränken

In letzter Zeit geraten die Zuckeraustauschstoffe, Zuckerersatzstoffe und Süßstoffe immer wieder in die Diskussion. Getränke, die mit Süßstoff statt Zucker versetzt wurden sind zwar auf der einen Seite kalorienarm. Auf der anderen Seite jedoch sind Süßstoffe wie beispielsweise Aspartam (E951) oder Cyclamat (E952) sowie Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit (E420) und Xylit (E967) nicht unbegrenzt verträglich und können bei höheren Verzehrmengen zum Beispiel abführend wirken. Zudem stehen sie in Verdacht, den Körper zu täuschen, der zunächst davon ausgeht, dass die zugeführten Getränke Kalorien liefern. Da dies dann nicht passiert, können Hunger und Heißhungergefühle entstehen.

Zusatzstoffe in nichtalkoholischen Getränken

Häufig sind in alkoholfreien Getränken wie Zitronen- oder Orangenlimonade Lebensmittelzusatzstoffe enthalten. Dies können beispielsweise die Farbstoffe Gelborange (E110) oder Tartrazin (E102) sein, welche in Verdacht stehen, beim Menschen allergische Reaktionen auszulösen.

Zudem sind häufig auch Konservierungsstoffe enthalten, die bei empfindlichen Personen ebenso zu Allergien führen können. Auch Antioxidationsmittel, Gelier- und Verdickungsmittel sowie Geschmacksverstärker können eine Allergie beziehungsweise eine Pseudoallergie auslösen.

Gesunde alkoholfreie Getränke

In einer ausgewogenen gesunden Ernährung sollte auch die Flüssigkeitszufuhr ausreichend sein. Idealerweise sollte der tägliche Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich mit ungesüßten Tees, Wasser oder Fruchtsaftschorlen gedeckt werden.

Die meisten anderen Getränke (ob mit oder ohne Alkohol) weisen zusätzlich noch einen hohen Zuckergehalt oder künstlich hergestellte und zugesetzte Stoffe auf. Da deren Gesundheitsgefahren und die damit verbundenen Risiken nicht für alle Menschen (zum Beispiel Kranke, Allergiker) vollständig abgeschätzt werden können, empfiehlt es sich, alkoholfreie Fruchtdrinks aus frischem Obst lieber selbst herzustellen.

Da auch die in ungesüßten Fruchtsäften enthaltenen Säuren die Zähne schädigen können, sollten diese Getränke möglichst nur zu den Mahlzeiten verzehrt und anschließend die Zähne geputzt werden.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel den ärztlichen Rat nicht ersetzen kann.

Literatur: Sabersky A, Zittlau J: Versteckte Dickmacher. Wie die Nahrungsmittelindustrie uns süchtig macht. Knaur Verlag (München, 2009), Taschenbuch, 254 Seiten, EUR 8,95

Cindy Maréchal, privat

Cindy Maréchal - Kurzvita 1998-2002 Studium der Haushalts- und Ernährungswirtschaft (Schwerpunkt Ausbildung und Beratung) an der Fachhochschule ...

rss
Hilfreich?